Freizeit

Ammersee 2015


In diesem Jahr fuhr die IBF vom 22.08. bis zum 05.09. nach Herrsching am Ammersee. Die barrierefreie Bildungs- und Begegnungsstätte Wartaweil war unser auserkorenes Ziel. Die Unterkunft liegt unmittelbar am Ammersee, der zur Schifffahrt und zum Schwimmen einlädt. » mehr

Bisherige Unterkünfte


In unserer langen Freizeittradition konnten wir einiges an Erfahrungen sammeln und haben viele Reiseziele entdecken können... Hier sind wir zurecht gekommen. Hier kann man als Rollstuhlfahrer gut unterkommen. » mehr

Geschichte

Es galt nun ein Quartier zu finden, das geeignet war. 10 interessierte Mitglieder im Rollstuhl waren gleich gefunden. 10 helfende Freunde, die die erforderlichen Hilfestellungen auch im Intimbereich brachten und die für sie entstehenden Kosten zu übernehmen bereit waren, ließen sich auch finden. Da die erforderlichen Hilfestellungen als Freundschaftsdienst erbracht werden, müssen keine Pflegekosten weitergegeben werden. Es konnten dann um finanzielle Unterstützung und um Freistellungen von der Arbeit erfolgreich gebeten werden.

Die erste Reise ging nach Brunneck in Südtirol. Einigermaßen geeignete Zimmer waren im EG und konnten über die Garagen erreicht werden, die Toiletten selbst waren zu klein. Die behinderten Freunde wurden nach ereignisreichem Tag und zur individuellen Schlafenszeit ins Bett gebracht. Die helfenden Freunde mussten einen Stock höher. Da die Situation für alle neu war, bestand das Bedürfnis nach einem Gedankenaustausch. Ein Bierchen war willkommen. Als sich die Witze einschlichen, wurde dann doch etwas gelacht.

„ Ha, uns haben sie ins Bett verfrachtet und droben feiern sie...“

Es war für alle, weil neu, wohl eine der interessantesten, schwierigsten, aber auch zufriedenstellensten Freizeiten, hatten wir uns doch und anderen bewiesen, dass so eine Freizeit - mit großem Erfahrungsgewinn für alle Beteiligten - machbar ist.

Bis Heute

Die IBF unternimmt nunmehr mit ihren Mitgliedern seit 1972 regelmäßig eine 14-tägige Freizeit im In- und Ausland. Bei diesen Freizeiten ist man sehr eng zusammen, man lernt sich kennen und zu vertrauen. In dieser Zeit hat sich manche tiefe Freundschaft entwickelt. Die meisten bestehen bis heute noch.

Wir finden die Adressen für unsere Reiseziele durch eine intensive Suche. Jedes mögliche Reiseziel wird einer Vortour unterzogen, um die Örtlichkeiten auf ihre Eignung zu prüfen und mögliche Probleme vor Ort auszuschließen.

Bei der Finanzierung der Freizeiten werden wir durch verschiedene Institutionen unterstützt.

Nach wie vor ist es schwierig, eine ausreichende Anzahl von helfenden Freunden zu finden und die Freizeit zu finanzieren. Geeignete Quartiere finden wir inzwischen schon eher. Witterungsbedingt wird das südliche Ausland bevorzugt. An unseren Freizeiten nehmen zwischen 30 bis 40 Personen teil, von denen die Hälfte auf den Rollstuhl angewiesen ist. Unvergessen bleiben die Freizeiten in San Felice (südlich von Rom) und in der Bretagne, aber auch die an der Nord- und Ostsee bleiben nachhaltig in der Erinnerung.

Obwohl wir fünf Mal in Südtirol waren, fanden wir nur in Levico Terme eine Unterkunft, die uns zusagte. Da wir für unsere große Gruppe 8-10 behindertengerechte Zimmer brauchen, müssen wir bei dem immer noch geringen Angebot lange vorbuchen.